Nachhaltigkeits-Monitoring (Umwelt & Emission)
Erhebliche Einsparung bei Monitoringkosten, ESG-Compliance

Bild: GHGSat
1Beschreibung
Mit zunehmenden ESG-Anforderungen (Environmental, Social, Governance) gewinnt das Monitoring von Umweltauswirkungen an Bedeutung. Satellitendaten ermöglichen die Überwachung von Emissionen, Landnutzungsänderungen und ökologischen Auswirkungen von Bauprojekten. Sentinel-5P misst laut ESA Luftschadstoffe wie NO₂ und CO (über das TROPOMI-Instrument), während optische Satelliten Vegetationsveränderungen und Bodenversiegelung dokumentieren. Dies ermöglicht eine objektive, kontinuierliche Erfassung von Umweltindikatoren über die gesamte Projektlaufzeit hinweg.
2Nutzen und Zahlen
Für Bauunternehmen wird die Nachhaltigkeitsdokumentation zunehmend wichtig – sowohl für Genehmigungsverfahren als auch für Zertifizierungen und Reporting. Satellitenbasiertes Monitoring liefert objektive, nachprüfbare Daten. Bei großen Infrastrukturprojekten können Auflagen zur Umweltüberwachung erhebliche Kosten verursachen. Satellitendaten können einen Teil der terrestrischen Messungen ersetzen oder ergänzen und so einen erheblichen Teil der Monitoringkosten einsparen.
3Praxisbeispiel
Ein Bauträger dokumentiert mittels Satellitenbildern die Entwicklung eines Quartiers über 5 Jahre. Die Zeitreihe zeigt die Zunahme von Grünflächen, die Installation von Photovoltaik-Anlagen und die Reduktion versiegelter Flächen. Diese Daten fließen in den Nachhaltigkeitsbericht ein und unterstützen die DGNB-Gold-Zertifizierung des Projekts.
Quellen & Referenzen
- Sentinel-5P (ESA)— Satellit zur Messung von Luftschadstoffen (NO₂, CO) via TROPOMI
- ESA— Europäische Weltraumorganisation
- DGNB— Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen