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Immobilienbewertung und Standortanalyse mit Satellitendaten

Schnelle, objektive KI-Analyse für Investitionsentscheidungen

Immobilienbewertung und Standortanalyse mit Satellitendaten

Bild: Ubicube

1Beschreibung

Für die Immobilienwirtschaft bieten Satellitendaten neuartige Ansätze zur Bewertung von Liegenschaften und zur Identifikation von Entwicklungspotenzialen. Ein Beispiel ist die Nachverdichtungsanalyse in Städten: Durch KI-gestützte Auswertung von hochauflösenden Orthofotos können ungenutzte Flächen oder untergenutzte Grundstücke erkannt werden. Ebenso lassen sich städtebauliche Kennzahlen aus Sat-Daten ableiten: Grünflächenanteil, Versiegelungsgrad, Schattenwurf benachbarter Gebäude – alles fließt in die Lagebewertung einer Immobilie ein. Auch Solarpotenzial-Analysen werden via Satellit vorgenommen: Dabei kartiert man, welche Dachflächen für PV geeignet sind.

2Nutzen und Zahlen

Der klare Mehrwert liegt in schneller, objektiver Information zur Unterstützung von Investitionsentscheidungen. Anstatt monatelang Gutachter loszuschicken, könnte binnen weniger Tage per Satelliten-Mustererkennung eine Liste aller größeren Brachen, Parkplätze oder einstöckigen Gewerbebauten erstellt werden, die für eine Bebauung in Frage kommen. Die Kosten für solche Analysen sind relativ gering: Einmalig ein paar tausend Euro für Bilder und KI-Auswertung, im Vergleich zu mehreren zehntausend Euro, die klassische Standortgutachten kosten können.

3Praxisbeispiel

Ein Wiener Bauträger möchte prüfen, wo in Wien noch Dachaufstockungen lohnen (Stichwort Nachverdichtung). Er nutzt ein KI-Modell, das auf Basis von Satelliten- und Luftbilddaten alle Gebäude mit Flachdach und niedriger Bauhöhe in guten Lagen identifiziert. Das Ergebnis: 150 Gebäude mit Potenzial. Nach Prüfung der Besitzverhältnisse kann er 10 Objekte erwerben und ausbauen – ein Neugeschäft, das ohne Satellitenscreening kaum auffindbar gewesen wäre.