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PIONEER PROJEKT 2025M bis XLMarktreif / Nische
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Erkennung von Setzungen und Bausubsidenzen via InSAR

Bewegungstrends im mm/Jahr-Bereich an Gebäuden und Bauwerken

1Beschreibung

InSAR (Interferometrische Synthetic Aperture Radar) ist eine satellitenbasierte Technologie zur Erfassung von Bewegungen stabiler Radar-Reflektoren (Gebäude, Infrastruktur) mit mm/Jahr-Genauigkeit. Radarsatelliten (z.B. Sentinel-1 mit 5 m × 20 m Auflösung laut ESA) überfliegen Österreich alle 6-12 Tage und liefern Phaseninformationen, aus denen sich über mehrere Monate Bewegungstrends ableiten lassen. Auf begrünten oder anderweitig weich reflektierenden Oberflächen (z.B. Dämmen, Böschungen) ist die Radarreflexion oft zu schwach; dort sind zusätzliche Reflektoren nötig. Gut geeignet ist die Technik z.B. für Oberflächensetzungen über Tunnelvortrieben oder das langsame Verformen von Brücken – gemessen an stabilen, harten Oberflächen wie Gebäuden, Brücken oder Mauern. Wichtig: InSAR braucht an Gebäuden und Bauwerken keine Sensoren am Objekt; auf begrünten Flächen sind Radarreflektoren nötig. Die Rohdaten (Sentinel-1) sind kostenlos, die Auswertung ist es nicht.

2Nutzen und Zahlen

Für die Bau- und Immobilienwirtschaft ist dies Gold wert, wo Setzungen oder Hangrutschungen enorme Schäden verursachen können. Eine frühzeitige Erkennung ermöglicht präventive Gegenmaßnahmen, was kostspielige Reparaturen oder Ausfälle vermeidet. Das Landesstraßennetz Niederösterreich umfasst laut Land NÖ 13.600 km Straßen und über 4.600 Brücken – herkömmliche Inspektionen sind zeitaufwendig und teuer; InSAR bietet hier eine ergänzende Dauerüberwachung an stabilen Reflektoren. Die Genauigkeit liegt bei mm/Jahr, gemessen an stabilen Reflektoren über mehrere Monate.

3Praxisbeispiel

Die ASFINAG arbeitet im Rahmen des SENBRIDGE-Projekts mit dem AIT (Austrian Institute of Technology) an der satellitengestützten Brückenüberwachung. Dabei zeigt sich, dass Radar-Satelliten Bewegungen im Netzverbund ganzer Autobahnstrecken aufzeigen können – als Bewegungstrends im mm/Jahr-Bereich an stabilen Reflektoren. Solche Daten ermöglichen es, potenzielle Probleme frühzeitig zu identifizieren und gezielt Verstärkungsmaßnahmen einzuleiten, statt auf kostspielige Notreparaturen angewiesen zu sein.

Quellen & Referenzen

  • Sentinel-1 (ESA)— Radarsatellit mit 5×20m Auflösung
  • ESA— Europäische Weltraumorganisation
  • Land Niederösterreich— Landesstraßennetz mit 13.600 km Straßen und 4.600 Brücken
  • ASFINAG— Österreichische Autobahnen- und Schnellstraßen-Gesellschaft
  • ÖBB— Österreichische Bundesbahnen
  • Austrian Power Grid— Österreichischer Übertragungsnetzbetreiber
  • AIT— Austrian Institute of Technology
  • SENBRIDGE-Projekt— Forschungsprojekt zur satellitengestützten Brückenüberwachung