Baufortschrittsüberwachung per Satellitenbild
Deutliche Reduktion der Inspektionskosten

Bild: Spectator Earth
1Beschreibung
Satellitengestützte Bauüberwachung ist ein neuerer Trend, der dank höherer Auflösung und Besuchsfrequenz aktueller Satelliten an Praxistauglichkeit gewinnt. Dabei werden regelmäßig (z.B. wöchentlich oder monatlich) aktuelle Aufnahmen der Baustelle aus dem All bezogen, um den Baufortschritt visuell zu dokumentieren. Insbesondere kommerzielle Anbieter wie Planet (PlanetScope-Archiv, 3–5 m Bilder) oder Vantor (ehem. Maxar, 30-cm-Klasse mit WorldView Legion, 34 cm nativ) liefern regelmäßige Aufnahmen (PlanetScope-Archiv, hochauflösende Satelliten auf Bestellung) großer Bauprojekte. Mit maschinellem Lernen lassen sich Veränderungen in den Bildern automatisch erkennen.
2Nutzen und Zahlen
Die Satelliten-Bauüberwachung schließt Informationslücken zwischen Vor-Ort-Terminen und ergänzt Drohnenbefliegungen. Ein weiträumiges Projekt (z.B. Autobahn- oder Bahnbau) profitiert besonders, da ein einziges Satellitenbild hunderte Quadratkilometer abdeckt. Wie stark sich Begehungen reduzieren lassen, ist nicht untersucht. Der Wirtschaftlichkeitsrechner rechnet vorsichtig mit 10 % weniger Vor-Ort-Terminen.
3Praxisbeispiel
Eine österreichische Baufirma betreut parallel drei Großbaustellen (Einkaufszentren in Graz, Linz und Salzburg). Durch regelmäßige Satellitenbilder kann man den Bauzustand aller drei Projekte aus der Ferne verfolgen. Die Kosten für kommerzielle Satellitenbilder variieren je nach Anbieter und Auflösung – von einigen hundert bis mehreren tausend Euro pro Aufnahme. Wenn pro Projekt weniger Vor-Ort-Termine nötig sind, spart das Unternehmen erhebliche Reisekosten und Arbeitsstunden.
Quellen & Referenzen
- Planet— PlanetScope-Archiv, 3-5m Auflösung
- Vantor (ehem. Maxar)— Hochauflösende Satellitenbilder (30-cm-Klasse, 34 cm nativ) mit WorldView Legion