Baufortschrittsüberwachung per Satellitenbild
Deutliche Reduktion der Inspektionskosten

Bild: Spectator Earth
1Beschreibung
Satellitengestützte Bauüberwachung ist ein neuerer Trend, der dank höherer Auflösung und Besuchsfrequenz aktueller Satelliten an Praxistauglichkeit gewinnt. Dabei werden regelmäßig (z.B. wöchentlich oder monatlich) aktuelle Aufnahmen der Baustelle aus dem All bezogen, um den Baufortschritt visuell zu dokumentieren. Insbesondere kommerzielle Anbieter wie Planet (laut Unternehmensangaben tägliche 3–5 m Bilder) oder Maxar (hochauflösende ~30 cm Bilder mit WorldView Legion) ermöglichen nahezu Echtzeit-Monitoring großer Bauprojekte. Mit maschinellem Lernen lassen sich Veränderungen in den Bildern automatisch erkennen.
2Nutzen und Zahlen
Die Satelliten-Bauüberwachung schließt Informationslücken zwischen Vor-Ort-Terminen und ergänzt Drohnenbefliegungen. Ein weiträumiges Projekt (z.B. Autobahn- oder Bahnbau) profitiert besonders, da ein einziges Satellitenbild hunderte Quadratkilometer abdeckt. Konservativ geschätzt könnte eine Baufirma ihre projektspezifischen Reisekosten und Arbeitsstunden für Inspektionen deutlich reduzieren, wenn z.B. statt wöchentlicher Site Visits nur noch zweiwöchentlich besucht wird und dazwischen Satellitenaufnahmen ausgewertet werden.
3Praxisbeispiel
Eine österreichische Baufirma betreut parallel drei Großbaustellen (Einkaufszentren in Graz, Linz und Salzburg). Durch regelmäßige Satellitenbilder kann man den Bauzustand aller drei Projekte aus der Ferne verfolgen. Die Kosten für kommerzielle Satellitenbilder variieren je nach Anbieter und Auflösung – von einigen hundert bis mehreren tausend Euro pro Aufnahme. Wenn pro Projekt weniger Vor-Ort-Termine nötig sind, spart das Unternehmen erhebliche Reisekosten und Arbeitsstunden.